Bauschäden in Bädern und Nassräumen

von Joachim Schulz

Über das Buch

Bauschäden in Bädern und Nassräumen

„Bauen ist ein Kampf mit dem Wasser“,
nicht nur an Balkonen, Terrassen oder Untergeschossen, sondern verstärkt immer mehr auch in den Badezimmern der Wohnungen , Sportstudios sowie in Schwimm-bädern. Es gibt eine Vielzahl von Veröffentlichungen, die sich mit Wohnungsbadezimmern bzw. der Badezimmerplanung oder Schwimmbädern bzw. deren Planung beschäftigen, deren Autoren i. d. R. Innenarchitekten oder Designer sind. In wenigen der mir vorliegenden Literatur wird auf die Baukonstruktion, insbesondere auf die Abdichtung/Entwässerung und deren Folgeschäden ausgiebig eingegangen. Aus meiner langjährigen Berufserfahrung als ö. b. u. v. Sachverständiger weiß ich, dass die Anzahl der Haftungsrisiken für Planungsfehler nicht sinkt, sondern steigt. Oftmals wird auf eine erforderliche Planung verzichtet und stattdessen wird diese den ausführenden Firmen überlassen. Ich bin in einem Altbau aufgewachsen. Da stand die Badewanne noch „freistehend“ auf Füßen vor der Wand und wenn wir Kinder in der Badewanne tobten und planschten, spritzte das Wasser auch schon einmal auf den Fußboden und man wischte es sofort weg. Der Fußboden bestand aus einem Terrazzo-Estrich und war sehr pflege-leicht. Die Eltern beschwerten sich nicht, dass der Fußboden völlig „unter Wasser“ stand, im Gegenteil sie waren dankbar über ihre lebenslustigen, gesunden Kinder. Erst als man begann,
• die Badewannen „einzufliesen“,
• feuchteempfindliche Baustoffe (u.a. Gipskartonplatten, Gipsestrich) zu verwenden,
• den Fußboden nicht mehr abdichtete und
• die Abdichtung den armen „Silikon-Würstchen“ (elastische Verfugung) überlies,
nahmen die Feuchtigkeitsschäden zu.


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